1913

von Carl Sternheim


Produktion: BR 1964
Länge: 76'

Als Herr eines Industriekonzerns befindet sich der 70jährige Christian Maske auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch muss der alte Mann erkennen, dass sein Leistungs- und Pflichtethos bei seinen Erben zur bloßen Habgier verkommen ist. Tochter Sofie hat zwar den berechnenden Geschäftssinn ihres Vaters geerbt, nicht aber dessen Weitblick. Während der Vater krank ist, schließt Sofie einen Vertrag mit einem zwielichtigen Waffenhändler ab. Noch einmal erwacht Maskes Machtwille angesichts der Furcht, seine Tochter könnte sein Lebenswerk in Stücke schlagen. Ihre Haltung beweist Christian Maske, dass die bestehende Gesellschaft keine Zukunft hat: "Nach uns der Zusammenbruch! Wir sind reif!" Zwar gelingt es ihm, die Pläne seiner Tochter zu verhindern, aber im Triumph des Sieges trifft ihn der Schlag.

Mit: Ernst Schröder, Ernst Stankovski, Regine Lutz u.v.a.

Carl Sternheim (1878-1942)gehört zu den meistgespielten Autoren des deutschen Expressionismus. Seine Darstellungen des Verhältnisses zwischen Individuen und Gesellschaft, seine Entlarvungen der gesellschaftlichen Mechanismen haben in ihrer Objektivität und Schärfe nichts an Aktualität verloren.