36 dramatische Situationen im Leben des Georg Polti

von Robert Weber
Regie Petra Feldhoff
Mit Gisela Trowe, Samuel Weiss, Mark Zak, Gennady Vengerov, Caroline Schreiber. Ernst August Schepmann u. a.
Produktion WDR 2005
51 Min.

Es gibt nur 36 mögliche dramatische Situationen - das behauptete schon Carlo Gozzi im 18. Jahrhundert. Georg Polti hat seine dramatischen Situationen verbraucht, wie er befürchtet. Denn Polti ist Schriftsteller und steckt mal wieder in einer Schaffenskrise, die er finanziell überbrückt, indem er Drehbücher für Pornos schreibt. Und die haben weit weniger als 36 mögliche Situationen. Als Polti in einem Antiquariat ein Buch entdeckt, das angeblich eine Geschichte erzählt, die noch nie erzählt wurde, muss er zugreifen. Kaum hält er das Buch in Händen, erlebt er mehr dramatische Situationen als ihm lieb ist. Er stolpert über die Leiche seines Pornoproduzenten, findet die Katze seiner Ex-Frau an die Wand genagelt, von dieser aber nur noch ihre Stöckelschuhe vor der Haustür u. s.w. Hat eine kriminelle Vereinigung ihre Hände im Spiel?

Robert Weber, geboren 1966, versuchte sich in verschiedensten Berufen und Nicht-Berufen, bevor er sich als freier Autor möglichst vielen dramatischen Situationen widmete. Er ist Mitbegründer der Berliner Lesebühne „Surfpoeten“ und hat im Frühjahr 2005 sein Romandebüt „Ich bin der Roman“ veröffentlicht. 2002 gewann er den Plopp-Award für unabhängige Hörspielproduktionen.