Affäre Blum

von Robert Adolf Stemmle
Regie: Robert Adolf Stemmle
Produktion: SWF/BR/RB 1953
73' MONO

Anhand eines authentischen Falles aus dem Jahre 1926 in Magdeburg schildert das Stück die schon in der Weimarer Republik angelegten ideologischen Voraussetzungen für den Erfolg des Nationalsozialismus: Der jüdische Fabrikant Blum wird des Mordes an seinem Buchhalter beschuldigt. Untersuchungsrichter und Kriminalkommissar wollen ihre Meinung auch dann nicht ändern, als andere Indizien auf Herrn Gabler hinweisen. Da Gabler aber denselben rechtskonservativen Kreisen angehört, wie sie selbst, ist er für sie von vornherein entlastet. Erst ein Berliner Polizeikommissar zerpflückt die Beweiskette des Richters und Blum wird freigesprochen.

Mitwirkende:
Fabrikant Blum - Kurt Lieck
Sabine Blum - Otti Schütz
Gabler - Hans Christian Blech
Landgerichtsrat Konrad - Horst Beilke
Kommissar Schwerdtfeger - Heinz Klingenberg
Inspektor Bonte - Leonard Steckel
Der Regierungspräsident - Paul Hoffmann
Christina - Dagmar Altrichter
Merkel - Gert Westphal
Wilhelm Platzer - Wolfgang Golisch
Anna, seine Schwester - Else Brückner
Luzie, seine Braut - Edith Heerdegen
Hans - Herbert Fleischmann
Lorenz - Hans Timerding
Waffenhändler - Ernst Sladeck
Therese - Annette Roland
Rechtsanwalt Wormser - Erich Ponto
außerdem wirken mit:
Karl Bockx, Kurt Ebbinghaus, Gunhild Bohnen, Rudolf Siege, Margot Pfeiffer,
Irene Reisinger, Franz Schafheitlin, Wolfgang Preiss, Alois Garg, Herbert Mensching,
Walter Thurau, Friedrich von Bülow, Lieselotte Lindikoff

Bereits 1948 verfilmt die DEFA unter der Regie von Erich Engel die ”Affäre Blum” und Robert Adolf Stemmle sorgt mit seinem Drehbuch für den großen Erfolg des Filmes.
Fünf Jahre später entstand dann unter der Regie von Stemmle die Hörspielfassung des Stoffes, und wie schon im Film übernahm Hans Christian Blech auch diesmal die Rolle des zunächst für unschuldig befundenen Gablers.