Agathe

von Franz Hiesel

Regie: Heinz Günther Stamm
Produktion: BR/SFB 1975
Dauer: 55'30

Agathe wohnt im sechzehnten Stockwerk eines Hochhauses. Das Ehepaar Pfeiffer hat sie aufgenommen, als sie noch ganz klein war und nun wächst sie zusammen mit der kleinen, zweijährigen Tochter der Pfeiffers auf. Agathe wird gehegt und gepflegt, bekommt nur Reformkost, und die Pfeiffers gehen täglich mit ihr spazieren. Aber die über hundert Mietparteien des Hochhauses sind gegen Agathe. Agathe soll aus dem Haus - das ist ihnen sogar einen Prozess wert. Denn Agathe ist ein Schwein. Und ein Schwein in einem Hochhaus? Unmöglich! Dabei wollten die Pfeiffers eigentlich nur eine Pioniertat tun: Sie wollten als Selbsterzeuger garantiert schadstoff-freies und nicht umweltverseuchtes Fleisch zum Eigenbedarf heranzüchten. Gesünder leben! Wer kann einem denn das verbieten? Als dann aber der Schlachttag naht, und als Agathe sich in saftige Lendchen, zartes Bries und hervorragende Leberwurst umgesetzt hat, da bemerken die Pfeiffers, dass sie doch einige Dinge nicht mit einkalkuliert haben - nämlich ihr persönliches Verhältnis zu Agathe. Sie kämen sich vor wie Kannibalen, wenn sie auch nur ein Stück... - also was tun? Wohin mit Agathe? Und nun müssen die Pfeiffers erfahren, dass ihr persönliches Problem mit Agathe noch das Geringste ist; denn jetzt fängt das Dilemma erst richtig an...

Mitwirkende:
Cordula Trantow - Mimi
Joachim Bißmeier - Detlef
Klaus Schwarzkopf - Federle
Elisabeth Wiedemann - Frau Molden
Erika von Thellmann - Frau von Schwaz
Walter Sedlmayr - Schlick
Edda Seippel - Vorsteherin
Michael Cramer - 1.Polizist
Winfried Küppers - 2.Polizist

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