Alle, die da fallen

von Samuel Beckett
Aus dem Irischen von Erika und Elmar Tophoven

Regie: Fritz Schröder-Jahn
Produktion: NDR/SDR 1957
Länge: 79'

Drei Jahre nach der Uraufführung von Warten auf Godot entstand 1956 Samuel Becketts erste Hörspiel-Arbeit im Auftrag der BBC.

Mrs. Rooney, „ein hysterisches altes Weib, zerrüttet von Kummer, Fett und Rheuma und Kinderlosigkeit", schleppt sich die heiße staubige Landstraße entlang, um ihren kranken blinden Mann vom Zug abzuholen. Der Zug hat Verspätung. Als er endlich ankommt, kommt mit ihm auch der blinde Dan, der in der Stadt ein nutzloses Büro unterhält, in dem er sich mit absurden Bilanzen beschäftigt, um nicht den ganzen Tag mit seiner Frau zu verbringen. Erst nach und nach entlockt sie ihrem Mann den Grund für die Verspätung: Ein Kind ist aus dem Zug gefallen. Aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Gemeinsam quälen sich die beiden den Weg zurück.

Mit: Tilla Durieux, Eduard Marks, Werner Schumacher, Siegfried Lowitz u.a.

Samuel Barclay Beckett (1906-89), Schriftsteller. 1969 Nobelpreis für Literatur. BR-Hörspiele u.a. Aufs Schlimmste zu (1993), Crescendo (1995), Schlecht gesehen, schlecht gesagt (2004).