Alle Namen Gottes

von Arthur C. Clarke
Hörspielbearbeitung: Gerald Sammet
Regie: Günter Bommert
Produktion: RB 1982
69 Min.

Dass sie ausgerechnet in einem abgelegenen Himalaya-Kloster ein elektronisches Datenverarbeitungssystem installieren sollen, verdanken die beiden "Intercom"-Mitarbeiter in erster Linie dem Werbeeffekt, den ihre Firma sich von der Abwicklung des ungewöhnlichen Auftrags verspricht. Obwohl der Vorsteher des Klosters zur Bedingung gemacht hat, dass ihre konkrete Aufgabe ihnen erst am Einsatzort selbst mitgeteilt werden kann, begeben sie sich auf die Reise in das unbekannte Land, von dem sie bisher kaum etwas gehört haben, am allerwenigsten von dem verborgenen Krieg, der zwischen Regierungstruppen und Rebellen in den entlegenen Gebirgstälern längst ohne Bezug zu einem greifbaren Sinn ausgetragen wird.
Einer alten Überlieferung zufolge müsse der Wille des Schöpfers erfüllt sein und das Ende der Welt bevorstehen, wenn alle Seine Namen niedergeschrieben seien. Mit Hilfe eines Computers soll vollbracht werden, was Gott den Mönchen zur Aufgabe gemacht hat. Jahrhundertelang haben die Mönche versucht, das Problem manuell zu lösen. Wegen des Krieges dort ist es für sie nun ein Wettlauf mit der Zeit, die ihnen gestellte Aufgabe zu lösen. Eben zu diesem Zweck bedienen sich die Mönche nun westlicher Computertechnologie. Auch wenn niemand die wenigen wirklichen Namen Gottes, die sich in der Flut der Möglichkeiten verbegen, jemals aufzunehmen vermag, genügt es, dass sie ein einziges Mal sichtbar geworden sind. Dann wird die Entscheidung über die Welt nach Seinem Willen gefällt ...

Mit Hans-Peter Hallwachs, Renate Küster, Alf Marhol, Alexander May u.a.

Geboren wurde Arthur C. Clarke am 16. Dezember 1917 in der Stadt Minehead im Südwesten Englands. Er hat über 80 Bücher geschrieben, auf dem Gebiet der SF etwas 30 Romane und viele Kurzgeschichten. Sein bekanntester Roman ist "2001 – Odyssee im Weltraum", nicht zuletzt wegen der legendären Verfilmung von Stanley Kubrick. Oftmals ist es unbekannt, das Arthur C. Clarke auch auf vielen anderen Gebieten erfolgreich war. Durch seine Erfahrungen bei der Arbeit als Radaroffizier der Royal Air Force, in die er 1941 eintrat, veröffentlichte er 1945 eine Studie über die Möglichkeiten der Satellitenkommunikation im geostationären Orbit. Jahr später sollten diese Grundlagen Realität werden, und so kann Clarke heute als Vater der Satellitenkommunikation angesehen werden. Nach dem zweiten Weltkrieg studierte er Mathematik und Physik am Londoner Kings College. Gegen Ende der vierziger Jahre erschienen seine ersten Kurzgeschichten. Anfang der fünfziger Jahre kommen seine ersten Romane: "The Sands of Mars“ und „Islands in the Sky“ auf den Markt. Im August 1953 erschien dann Clarkes Bestseller „Die letzte Generation“ (Childhood´s End), von dem bereits in den ersten zwei Wochen über 200000 Exemplare verkauft wurden. Seit Mitte der fünfziger Jahre erforscht Clarke auch die Tiefen der Meere, und so lernte er Ceylon (das heutige Sri Lanka) kennen und lieben, wo er auch heute noch lebt. In den 60er Jahren schrieb er eine Vielzahl von Sachbüchern, die sich sowohl mit der Erforschung der Ozeane als auch des Weltalls beschäftigten. In den siebziger Jahren schrieb er dann wieder einige Bestseller, von denen besonders „Rendezvous with Rama“ hervorzuheben ist. In den 80er Jahren setzte er sich für die friedliche Nutzung des Weltraums ein und wurde zum Gegner der „StarWars“-Technologie (SDI). Er besuchte 1982 die Sowjetunion und schrieb den Roman "2010: Odyssey Two", indem er Amerikaner und Russen den Weltraum gemeinsam erforschen lässt. In den Achtzigern zog er sich aus gesundheitlichen Gründen mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. zurück und wendet sich wieder mehr dem Schreiben zu. Diese neueren Werke, wie z.B. die Fortsetzungen von „Rendezvous mit 31/429“ und „3001 – die letzte Odyssee“ verfasste er in Zusammenarbeit mit seinem Co-Autor Gentry Lee.