Am Anfang war das Wort

von Batya Gur
Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Nach dem gleichnamigen Roman

Regie: Corinne Frottier
Bearbeitung: Katrin Wenzel
Produktion: SWF 1997
Länge: 54'

Professor Tirosch oder besser: Der Große Tirosch, Leiter des renommierten Jerusalemer Literaturinstituts, liegt erschlagen in seinem Büro. Eifersucht? Immerhin pflegte Tirosch mehr als freundschaftliche Beziehungen zu den Frauen seiner Mitarbeiter. Doch an diesem Wochenende stirbt auch sein einstiger Musterschüler und Kollege Dudai. Rache? Dudai hatte es gewagt, das Werk des Meisters öffentlich zu kritisieren. Zum allgemeinen Entsetzen, gehörte die Feder des Professors doch zum Besten, was die israelische Gegenwartslyrik zu bieten hat. Wer könnte ein Motiv für den Tod beider haben? Da tauchen plötzlich jahrzehntelang verschollene Gedichte des längst verstorbenen Anatoli Ferber auf, die jener während seiner langen Haft in russischen Gefangenenlagern verfasst hatte. Die Ähnlichkeit mit den hochgelobten Versen Tiroschs ist mehr als verblüffend. Ein heikler Fall für Inspektor Ochajon.

Mit: Christian Berkel, Matthias Haase, Pjotr Olev, Christoph Eichhorn, Karin Schröder u. a.

Batya Gur, geboren 1947 in Tel Aviv, gestorben 2005 in Jerusalem, erlangte mit ihren Krimis um den markanten Außenseiter Inspektor Ochajon in Israel und auch international großen Erfolg. Seit Ende der 90er Jahre arbeitete sie zudem als Literaturkritikerin. In ihrem letzten Lebensjahrzehnt entfernte sie sich vom Krimigenre und schrieb Romane, die mit ihren mutigen Frauengestalten in Israel heftige politische Kontroversen auslösten.