Amokkopf

von Michael Farin
Musik: Laar/Zeitblom
Regie: Bernhard Jugel
Produktion: HR 2001
42'

Der Amoklauf gilt als eine aus dem Nichts heraus entstehende Gewalt, bei der der Täter urplötzlich wahllos tötet und meist im Feuerhagel der Polizei oder im Selbstmord endet. Die Motive sind nicht exotisch: Geldnot, Konflikte am Arbeitsplatz, Liebeskummer. "Amokkopf" erzählt von solchen Situationen, von Menschen, die 'kurz davor' sind. Auch Colin Ferguson kommt zu Wort: Er, ein Schwarzer, ist 1993 während einer U-Bahn-Fahrt Amok gelaufen. Er steht nun vor Gericht und verteidigt sich selbst. Als Angeklagter und Verteidiger stehen seine Opfer ihm im Kreuzfeuer gegenüber, müssen seine Fragen beantworten. War es nicht doch ein anderer? Dazwischen: Erinnerungen an Amokläufe aus der Sicht der Opfer, aus der Sicht der Augenzeugen, aus der Sicht der Familienangehörigen, Freunde und Bekannten - sowie Erklärungsversuche von Sachverständigen. Amokkopf - bis dass die Sinne schwinden." (Michael Farin)

Mit: Axel Milberg, Sophie von Kessel, Christiane Rossbach, Timo Dierkes u.a.

Michael Farin, Jahrgang 1953, lebt in München. Er ist Verleger, Drehbuch-, Essay- und Hörspielautor. Das Hörspiel "Metropolis" (BR 2001), für das er die Stoffgrundlage von Thea v. Harbou und Fritz Lang bearbeitete, ist als Hörspiel des Jahres 2001 ausgezeichnet worden.