Angry Boy

von Friedemann Schulz
Regie: Thomas Werner
Produktion: WDR 2001
55 Min.

Das schraubt sich hoch, von Anfang an, das nimmt kein Ende, da kommst du nicht wieder raus - schon als sie Gregor aus seiner verbeulten Corvette ziehen nach dem Wettrennen gegen Tolle in seinem geklauten Turbo-Porsche: Tolle völlig panisch, und Gregor fast am Abnippeln, aber ganz cool. Regelt die Sache so, dass die Bullen ihm die Nummer mit der Schlägerei abkaufen. Schon da ist klar, dass es auf einen Kampf zwischen Tolle und Gregor rausläuft.
Gregors Alter hat mächtig Kohle, und eine junge Freundin namens Gisa. Die liegen eines Sonntags am Pool, Gisa in ihrem glitzernden Badeanzug, Gregor gelangweilt am Rand, als Tolle und seine Jungs auftauchen, Überraschungsbesuch. Der Alte erzählt was von einem Haufen Dreck, den er da großgezogen hat und will die Polizei holen, doch er kommt nicht dazu. So'n Golfschläger ist hart, und wenn er dir nicht gleich das Hirn zermalmt, landest du auf jeden Fall im Koma.
Da liegt der Alte in seinem Blut und sein Sohn, also Gregor, zeigt nur auf Gisa und sagt: "Sie hat alles gesehen, sie muss mit." Also alle Mann ab Richtung Tieflandbucht, mit Gisa als Geisel. Schlimm genug, aber ihm fällt noch die Sache mit dem Lösegeld ein, sieben Millionen, eine für jeden. Er muß halt immer eins draufsetzen, und wenn am Ende ein Sonderkommando mit Flammenwerfern und Maschinengewehren auf dich wartet - es ist o.k. Aber es kommt ganz anders.

Mit Daniel Brühl, Barbara Hintzen, Simon Solberg u.v.a.

Friedemann Schulz, geboren 1945, schreibt seit über zwanzig Jahren Hörspiele und Drehbücher. Er lebt in Neuwied.