Arsène Lupin und die Frau mit den jadegrünen Augen

Nach dem Roman "La demoiselle aux yeux verts" von Maurice Leblanc
Hörspielbearbeitung: Sabine Grimkowski
Musik: Helena Rüegg
Regie: Stefan Hilsbecher

Produktion: SWR 2009

Frühling in Paris in den 20er-Jahren. Von ihren Wintermänteln befreit flanieren die Menschen auf den großen Boulevards. Auch Arsène Lupin, mittlerweile 34 Jahre alt und ein eleganter Lebemann, genießt die laue Luft. Eine schöne Dame mit schweren blonden Haaren und blauen Augen gerät in sein Blickfeld – sie wird von einem Herrn verfolgt. Lupin folgt dem Verfolger bis in ein Café am Boulevard Haussmann. Dort sitzt an einem Tisch eine andere, auch sehr schöne Frau, jünger als die Blauäugige, mit jadegrünen Augen. Die Grünäugige verlässt das Café, Lupin geht ihr nach und wird Zeuge einer Szene: Der Verfolger der Blauäugigen und der herbeigeeilte Vater der Grünäugigen streiten sich schreiend um die grünäugige Frau. Der vorgebliche Vater fährt schließlich mit ihr davon. Die Blauäugige nimmt einen Wagen zum Gare de Lyon und besteigt einen Zug nach Monte Carlo. Lupin folgt ihr bis ins Abteil und erfährt ihren Namen: Miss Bakerfield, eine Engländerin. Dann überstürzen sich die Ereignisse. Lupin wird niedergeschlagen, drei Reisende werden ermordet, und drei Maskierte jagen auf der Flucht an Lupin vorbei. Er blickt kurz in jadegrüne Augen, dann steht er dem Verfolger von Miss Bakerfield gegenüber, es ist Kommissar Marescal. Im Mittelpunkt des Abenteuers steht die Frau mit den jadegrünen Augen, Aurélie d’Asteux, die immer wieder auftaucht und verschwindet. Lupin muss seinen einmaligen Charme einsetzen, um ihr Herz zu gewinnen – denn erst so kann er auf den Grund der hochpolitischen Verwicklungen vordringen: Auf dem Boden eines Stausees liegt angeblich die Quelle ewiger Jugend.

Nachdem »Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin« (als Hörbuch erhältlich bei DAV) und »Die hohle Nadel oder Der Schatz der Könige Frankreichs« im Krimisommer 2008 vorgestellt wurden, ist dies der dritte Fall des Meisterdiebs Arsène Lupin. Maurice Leblanc schuf mit ihm die intellektuellste und zugleich ironischste Ermittlerfigur der klassischen europäischen Kriminalliteratur. Der Roman »La demoiselle aux yeux verts« wurde erstmals im Jahr 1930 von Hans Jacob ins Deutsche übersetzt, das Buch wurde herausgegeben von Thomas Mann.