Die Aspern-Briefe

von Henry James
Hörspielbearbeitung von M.E. Jenkins
Aus dem Englischen von Marianne de Barde
Regie: Fränze Roloff
hr 1960
74’

Ein Journalist, der sich der Literaturwissenschaft verschrieben hat, macht es sich zur Aufgabe, das Werk des verstorbenen viktorianischen Autors Aspern zu erforschen. Dabei stößt er auf einen Hinweis, dass es unveröffentlichte Gedichte von Aspern geben könnte, welche dessen ehemalige Geliebte unter Verwahrung hält und nicht der Öffentlichkeit preisgibt. Der Ich-Erzähler begibt sich als Untermieter unter einem fadenscheinigen Vorwand in den Palast und macht sich auf die Suche. Wer jedoch jetzt akribische nächtliche Durchsuchungen der geheimnisvoll-feuchten Palastgemächer erwartet, wird enttäuscht: der Erzähler bemüht sich, das Vertrauen der hochbetagten Vermieterin und deren Tochter zu erlangen, auf dass sie ihm freiwillig den Nachlass des Jeffrey Aspern aushändigen mögen. Das Vertrauen der Tochter gewinnt er, und sie scheint in der Tat bereit, ihm diese Gedichte zu übergeben, unter einer Bedingung, die selbst dem journalistisch abgebrühten Ich-Erzähler die Sprache verschlägt.

Mit Brigitte König, Erika Dannhoff, Alf Marholm und Tilla Durieux.

Henry James (1843-1916) in New York City geboren, Studium in New York, London, Paris und Genf bevor er sich dauerhaft in England niederließ. Schon als 20-Jähriger hatte er begonnen, Kurzgeschichten und Beiträge für amerikanische Zeitschriften zu schreiben. Schrieb zahlreiche Erzählungen und Romane, aber auch Dramen, literaturtheoretische Schriften und Reiseberichte.