Auf zur Venus

von Michael Gaida
Ton: Manfred Hock
Regie: Manfred Marchfelder
Produktion: SFB 1982
57'

"Auf zur Venus" heißt es für eine Gruppe von Leuten. Ein sanfter Psychologe gibt ihnen die Chance, den Beschädigungen dieser Welt mit Hilfe einer Fahrkarte ins All zu entfliehen. Es heben ab: Edwina, die in ihrer Gier und Geilheit ebenso manisch mechanisch wie unbezwingbar ist; Espenlaub, dessen Lust an Leichen sozial bedingt ist und der zuweilen stottert, wie eine stumpfe Schere mitten im Papier; Sonja, die noch die weißen Kniestrümpfe ihrer Erziehung trägt und die grüblerisch und entsprechend verletzbar und depressiv ist; Willi, der normal bis blöde ist, ein zuverlässiger und dreister Kumpel; Schmidt, ein ehemaliger Entertainer, rigid, zynisch, machtbessesen paranoid, ein wahrer Mensch; Goofy, der nach dem Ort sucht, wo die Pop-Musik hingeht, wenn sie am Schluss ausgeblendet wird. Alle sind sie von freiem, biegsamem Wuchs, wie ihn nur der Comic hervorbringt.

---