Bankraub

von Andreas Berger
Ton: Evelyn Rühlemann
Komposition: David Funck (Filmmusik)
Regie: Joachim Staritz
Produktion: MDR 1993
56'33

Die Zeit fließt so zäh, als wolle sie stehen bleiben. Drinnen in der Bank die drei Männer mit ihren Pistolen, die Geiseln auf dem Fußboden, Geldscheine in Plastiksäcken, für die sich im Moment niemand interessiert.
Draußen die Polizei, Scharfschützen auf den Dächern, aller Viertelstunden per Megaphon die Aufforderung aufzugeben. Und die Zuschauer, für die Leben und Fernsehen im Moment schwer auseinander zu halten sind. Ein Nervenkrieg: Opfer auf beiden Seiten. Drinnen in der Bank geben sich Hans, Ed und Heinzi wechselseitig die Schuld an der Pleite, und als es nicht mehr reicht, die Wut an den Geiseln auszulassen, gehen sie aufeinander los. Draußen stehen Einfühlsamkeit und Geduld der Kommissarin Brand gegen die harte Linie des Hauptkommissars Bach. Männersache? Frauensache? Schließlich lässt sich Lisa Brand gegen die Geiseln austauschen. Wenigstens schafft sie es, dass der Chef der Gruppe anfängt, ihr zuzuhören - auch wenn er keinen Grund sieht, sein Misstrauen aufzugeben. Da wird Ed von einem der Scharfschützen niedergeschossen. Ein paar Minuten fällt noch ein Schuss, trifft Hans. Aber diesmal hat Heinzi geschossen, Eds Bruder.

Mitwirkende:
Elisabeth Brand, Kommissarin (Lisa): Bernadette Vonlanthen
Stefan Müller-Tönnies, Filialleiter: Dieter Bellmann
Eva Mann, Bankangestellte: Julia Jäger
Herr Walter, ein Mann: Werner Godemann
Eva Sobatka, Kundin: Susanne Bard
Polizeihauptkommissar Bach: Fred Delmare
Herbert Wagner, Oberkommissar: Wolfgang Winkler
Ed: Edwin Marian
Hans: Hilmar Eichhorn
Heinzi, Eds Bruder: Fred Arthur Geppert
Frau Zetsche: Marylu Poolman
Herr Rentsch: Hans-Joachim Hegewald
Ein Polizeischarfschütze: Andreas Berger
Dr. Peter Schneid-Rösser, Psychologe: Wolfgang Jacob
Stimme aus dem Polizeifunk: Gisela Nobis


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