Bauer Pärts Geige

von Joy Markert
Regie: Alexander Schumacher
Produktion: WDR 2005
54'

Kommissar Aufenanger hätte vermutlich ein arbeitsames Leben lang in Ravensburg Dienst geschoben, wäre ihm nicht in Gestalt der Diakonisse Sabine das Glück begegnet. Da aber bekanntlich der liebe Gott den Weg zum Paradies mit Schweiß und Arbeit gepflastert hat, ist Aufenanger gefordert, sich ausgerechnet in Estland für die Geige eines dubiosen Bauern zu interessieren, der wie zufällig den Namen des bekanntesten lebenden estnischen Komponisten trägt. Wie man von Ravensburg nach Estland kommt, ist schnell verraten: Aufenanger und Diakonisse Sabine singen im Ravensburger Chor, der zum größten Chortreffen der Welt nach Tallinn eingeladen ist. Vage weiß man um jahrhundertelang zurückliegende deutsche Einflüsse, aber dass die sich auch in sehr zweideutigen Holzschnitzereien im mittelalterlichen Chorgestühl des Rathauses in Tallinn niedergeschlagen haben, weiß man schon nicht so genau. Und was weiß man erst von Schiebereien, die auch nach Estlands Beitritt zur EU noch gang und gäbe sind – Schiebereien, die sogar in Mord ausarten. Wäre da nicht unser Aufenanger …

Joy Markert, in Württemberg geboren, lebt in Berlin. Er ist Theater- und Filmautor,
Verfasser von zahlreichen Hörspielen, Liebhaber estnischer Musik und erotischer Kunst und schrieb die Diakonissen-Krimihörspiele „Witwe Zürns Katze“ und „Pfarrer Kerns Koffer“ für den WDR. „Bauer Pärts Geige“ ist der dritte ungewöhnliche Mordfall, in den die Ravensburger Diakonissen geraten.