Bay City Blues

von Raymond Chandler
Produktion: SWF 1985
Regie: Hermann Naber
Bearbeitung: Hermann Naber
Komposition: Peter Zwetkoff
Übersetzung: Wilm W. Elwenspoek
59'

Der Fall Austrian, der den Privatdetektiv John Dalmas nach Bay City führt, sieht zunächst nach dem üblichen aus. Die Frau des Modearztes Leland Austrian ist tot in ihrer Garage gefunden worden. Selbstmord, sagte die Polizei. Allerdings gibt es ein paar Indizien, die nicht ins Bild passen. Aber immer, wenn John Dalmas eine Spur zu haben glaubt, stößt er auf eine Leiche. Und dann ist da der Polizeisergeant de Spain, ein harter Bursche, der sich in den Kopf gesetzt hat, Chef der Mordkommission zu werden. Natürlich kommt alles ganz anders.
Bay City: »Sicher eine neue Stadt, wahrscheinlich nicht schlimmer als Los Angeles. Aber von einer großen Stadt kann man immer nur ein Stück kaufen. Eine Stadt von dieser Größe kann man komplett kaufen, in der Originalschachtel und schön verpackt in Seidenpapier.« Bay City, das ist Santa Monica, ein selbständiger Stadtteil von LA, wo Chandler lebte, als er die Erzählung "Bay City Blues" schrieb. Für ihn war Bay City ein Symbol der Heuchelei. Er haßte die Vorspiegelung von Rechtschaffenheit an einem Ort, der praktisch einigen Reichen gehörte. »Das Gesetz kann man kaufen in dieser Stadt.«

Raymond Chandler (1888-1959), Reporter, später Direktor einer Ölfirma, wegen Alkoholproblemen entlassen, begann 1932 mit dem Schreiben von Kriminalnovellen. Neben Dashiell Hammett Begründer des modernen realistischen Krimis. Schuf die Figur des Philip Marlowe.