Bellende Hunde beißen

von Maud Tabachnik
Übersetzung aus dem Französischen und Bearbeitung: Edwin Ortmann
Regie: Martin Zylka
Produktion: WDR 2003
54’

Im Südwesten Frankreichs, dort, wo die Franzosen selbst von „la peste brune“, der „braunen Pest“ sprechen, wird der Dorfschullehrer Bernard Lenterne brutal ermordet. Er kam aus einer anderen Gegend, wählte „grün“ und gehörte einem Anti-Jagd-Komitee an. Zuletzt war er als Schöffe zu einem Mordprozess gerufen worden: Ein Mitglied der „Unabhängigen Kaufleute von Frankreich“ hatte einen jüdischen Finanzbeamten ermordet. Der Angeklagte wurde zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Freund des Lehrers, ökologischer Ziegenbauer und junger Familienvater, steht ebenfalls in der Schusslinie der extrem rechten Einheimischen. Er ruft daher eine gemeinsame Studienfreundin, mittlerweile Journalistin einer großen Tageszeitung in Paris, zu Hilfe. Doch nun geht die Hetzjagd erst recht los. Nicht nur lassen die Leute ihre Hunde auf die unliebsamen Fremden los, eine Nachbarin des ermordeten Lehrers wird im Innenhof ihres Hauses erhängt aufgefunden.

Maud Tabachnik ist Psychoanalytikerin. Seit einiger Zeit hat sie sich mit politisch engagierten und literarisch ambitionierten Krimis in die erste Reihe der französischen Autoren des „Roman Polar“ geschrieben. Maud Tabachnik lebt in Paris.