Blut am Schuh

von Ralf Günther und Leonhard Koppelmann
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: WDR 1996
54', 54'

Der Kölner Schuhfabrikant Banz steht kurz vor der Pleite. Mit Hilfe des ehrgeizigen Sportredakteurs Lieblich, seinem Schwiegersohn in spe, und Mister Marketing, einem Genie der Werbebranche, erhofft sich Banz den entscheidenden Durchbruch. Um seine marode Firma zu sanieren, steigt er ins Fußballgeschäft ein und wird Präsident des Zweitligaklubs „Kölner Eintracht“. Mit einem aus dem Senegal eingekauften „Wunderstürmer“ startet er den Siegeszug der „Eintracht“ und des „Wunderschuhs“ Marke Banz. Doch damit nicht genug. Lieblich schwebt für Banz die große Politkarriere vor. Mit rechten Parolen, unterstützt von den mitgliederstarken Fanclubs, bewirbt sich Banz um das Bürgermeisteramt. Doch er hat die Rechnung ohne den linken Sensationsreporter Rothermund gemacht. Er weist Banz nach, dass er bei der „Eintracht“ kräftig in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Seine politische Karriere scheint zu Ende, noch ehe sie begonnen hat. Doch da wird Banz durch ein Attentat schwer verletzt und zum nationalen Märtyrer hochstilisiert. Banz steht besser da denn je, doch ein Foul, mit dem er nie gerechnet hat, wartet noch auf ihn.

Leonhard Koppelmann, geboren 1970, studierte Theaterregie an der sog. Hamburger Schule, arbeitete als Theaterregisseur u.a. am Thalia-Theater und ist seit 1998 als Autor, Bearbeiter und Regisseur von über 30 Hörspielen (u.a. „Elementarteilchen“, „Die Säulen der Erde“) in Erscheinung getreten.

Ralf Günther, geboren 1967 in Köln, arbeitet als freier Autor und lebt seit 1994 in Dresden. Er schreibt Drehbücher insbesondere für das Kinderfernsehen („Tabaluga tivi“ und „TKKG - Der Club der Detektive“, ZDF/Kinderkanal). Sein historischer Kriminalroman „Der Leibarzt“ erschien 2001.