Böses Ende

von Sven Stricker

Regie: Sven Stricker
Produktion: Stricker & Poppe 2011
Länge: 55'

Kuli und Paul, zwei eher lustlose Call-Center-Agenten, belauschen am Telefon unfreiwillig eine Gewalttat: Ein Mann schlägt und bedroht eine Frau. Dank der angezeigten Rufnummer verfolgen sie die Anruferin zurück. Lisa Gerhard heißt sie und wohnt zufälligerweise direkt in der Nähe ihres Call Centers. Statt die Polizei einzuschalten, beschließen sie, den Dingen selbst auf den Grund zu gehen. Sie suchen Lisa Gerhard auf und treffen auf eine in jeder Hinsicht verletzte, sehr unglückliche, aber höchst lebendige Blumenhändlerin. Ihre Hilfsangebote stoßen aufwenig Interesse. Lisa Gerhard schmeißt die beiden hinaus, Kuli bleibt nur, seine Visitenkarte zu hinterlassen. Am nächsten Tag jedoch ist Lisa Gerhard tot. Und Kuli findet in seinem Briefkasten ein Foto, das die Tote im intimen Clinch mit einem prominenten Friedenspolitiker zeigt. Die beiden überforderten Call-Center-Agenten ermitteln, schon um sich selbst reinzuwaschen. Denn Kommissar Bernauer, des-illusioniert und kurz vor der Pensionierung, hat zunächst keinen anderen Tatverdächtigen als Kuli, dessen Visitenkarte den Tatort ziert. Schon bald wächst Kuli und Paul endgültig alles über den Kopf: Sie taumeln durch ein Chaos aus Erpressung, Friedenspolitik und thematisch sortierten Schallplatten.

Mit: Bjarne Mädel, Florian Lukas, Gerd Baltus, Stephan Schad u.a.

Sven Stricker, geboren 1970 in Tönning, lebt als Autor, Regisseur und Bearbeiter in Potsdam. Er gewann den Deutschen Hörbuchpreis für seine Hörspiel-Adaption des Romans »Herr Lehmann« von Sven Regener und hat bislang bei über hundert Titeln Regie geführt, u.a. für den SWR bei »Geständnisse eines Mediums« von A.L. Kennedy. Die Kriminalkomödie »Böses Ende« ist sein erstes selbstgeschriebenes Hörspiel.