Boxhagener Platz

von Torsten Schulz
Hörspielbearbeitung und Regie: Gabriele Bigott
Komposition: Ulrich Gumpert
RBB 2004
55 Min.

Boxhagener Platz in Berlin – Friedrichshain: 7. Oktober 1968. – Der Tag der Republik ist für Holgers Großmutter, kurz Oma Otti genannt, allerdings kein Grund, ihre Gewohnheiten aufzugeben. Höchstens schimpft sie auf die Ehrenparade der Nationalen Volksarmee: „Jetzt versperrn die einem schon ’n Weg zum Friedhof, die Aasbande“. Dort hat sie nämlich ihre verstorbenen fünf Ehemänner zu begießen, nebst den Gräbern etlicher Bekannter. Doch auch Rudi, Ehemann Nummer 6, liegt schon zu Hause „krank in’n Bette“, was sie zum Objekt der Begierde nicht nur des alten Spartakisten Karl Wegner, sondern auch des schmierigen Fisch-Winkler macht. Holger, damals 12 Jahre alt, erinnert sich an ihre erstaunliche Liebesgeschichte und einen geheimnisvollen Mordfall. All das – und noch viel mehr – passierte bei den ,kleinen Leuten‘ im Kiez um den Boxhagener Platz, damals in der DDR.

Mit Florian Martens, Joshua Thiemann, Carmen-Maja Antoni, Jaecki Schwarz, Klaus Herm,
Horst Lebinski, Astrid Meyerfeldt, Jens-Uwe Bogadtke, Stefan Kaminski, Boris Aljinovic, Roland Hemmo, Joachim Schönfeld, Gerd Grasse, Steven Horn, Odi Zahavi

Torsten Schulz (1959 in Berlin Friedrichshain geboren) studierte Film- und Fernsehwissenschaft in Potsdam Babelsberg, arbeitete als Dramaturg in den DEFA- Spielfilmstudios und seit 1991 freiberuflich als (Drehbuch-)Autor und Dokumentarfilmer. Ab 2002 Professor (C4) für Praktische Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.