Brief an meinen Richter

von Georges Simenon
Aus dem Französischen von Hansjürgen Wille und Barbara Klau
Regie Wolf Euba
Bearbeitung Lilo Külp
Mit Irene Clarin, Peter Dirschauer, Angelika Hartung, Ilse Neubauer, Else Quecke, Karl Sibold, Elisabeth Volkmann, Ursula van der Wielen
Produktion BR 1985
58'15 Min.

Georges Simenon gilt als der erfolgreichste Autor des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Maigret-Krimireihe wurde der Belgier zu einem der meistgelesenen Autoren weltweit und war der einzige bedeutende Kriminalromancier seiner Zeit, der nicht in englischer Sprache schrieb. In 'Brief an meinen Richter', erschienen 1946, setzt Simenon zum ersten Mal einen Ich-Erzähler ein. "Ein Mensch, ein einziger, soll mich verstehen. Und ich möchte, dass Sie dieser Mensch sind." Ein Mörder schreibt im Gefängnis über Motiv und Durchführung seiner Tat. Während der Verhandlung hatte er provozierend jegliche Schuldminderung ausgeschlagen: "Ich habe mit vollem Bewusstsein gehandelt. Es war Mord!" In seiner Zelle beschreibt er noch einmal die Umstände, die zu dem Mord an seiner jungen Geliebten geführt haben. Er schildert sie dem Mann, der als Einziger versucht hat, ihn zu verstehen. Es wird ein langer Brief an Ernst Coméliau. An seinen Richter.

Georges Simenon, (1903-89), belgischer Schriftsteller. 1923 Umzug nach Paris. Zunächst Veröffentlichungen unter 23 Pseudonymen. 1930 Beginn der Maigret-Romanserie, zahlreiche Film- und Fernsehadaptionen. BR-Hörspieladaptionen u.a. 'Maigret und der gelbe Hund' (1961), 'Maigrets Memoiren' (1983).