Bruder Kemal

von Jakob Arjouni

Regie: Alexander Schuhmacher
Bearbeitung: Alexander Schuhmacher
Produktion: NDR 2013
Länge: 55'


Der Frankfurter Privatdetektiv Kayankaya meldet sich zurück: älter, entspannter, cooler - und sogar in festen Händen. Die Bankierstochter Valerie de Chavannes bestellt Kayankaya in ihre Villa im Frankfurter Diplomatenviertel und beauftragt ihn, ihre verschwundene sechzehnjährige Tochter Marieke zu finden. Wahrscheinlich ist sie mit einem älteren Mann zusammen, der sich als Künstler ausgibt. Ein einfacher Fall, meint Kayankaya wie auch der Fall des marokkanischen Schriftstellers, den er während der Frankfurter Buchmesse beschützen soll. Doch zusammen führen die zwei Fälle zu Mord, Vergewaltigung und Entführung. Und Kayankaya kommt in den Verdacht, ein Auftragskiller zu sein. Dabei will er eigentlich nur eines: mit seiner langjährigen Freundin Deborah ein ruhiges, entspanntes Leben führen.

Arjounis Romane mit dem deutsch-türkischen Ermittler zählen längst zu den Klassikern der Kriminalliteratur. „Bruder Kemal" (2012) bleibt der fünfte und definitiv letzte „Kayankaya-Roman" von Jakob Arjouni. Der Autor starb - nur 48 Jahre alt - im Januar 2013.

Mit: N.N.

Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Mit seinem ersten Kayankaya-Roman „Happy Birthday Türke" (1985), von Doris Dörrie 1991 verfilmt, gelang ihm der große Durchbruch. 1992 erhielt er den Deutschen Krimi-Preis. Seine Bücher sind in 23 Sprachen erschienen. Arjouni lebte bis zu seinem Tod 2013 vorwiegend in Südfrankreich.