Der Commissaris geht in Kur

von Janwillem van de Wetering

Regie: Peter Michel Ladiges
Komposition: Gerd Husemann
Bearbeitung: Peter Michel Ladiges
Produktion: SWF/SFB 1985
Länge: 54'

Luku Obrian ist ermordet worden, erschossen mit einer Maschinenpistole, offenbar von einem Meisterschützen. Zu Lebzeiten war Obrian der Herrscher des Vergnügungsviertels. Er verfügte über unheimliche magische Fähigkeiten. Selbst die wenig abergläubische Amsterdamer Mordkommission glaubt daran, denn es kursieren zahllose Geschichten über Obrians legendäre Macht in der Amsterdamer Halbwelt. Ursprünglich stammte er aus Surinam, ein Schwarzer also, dessen Vorfahren noch Sklaven der Niederländer waren. Er kam nach Holland, um es den Nachfahren der Kolonialisten heimzuzahlen und begann mit der Eroberung des Vergnügungsviertels, wo er die Konkurrenz mit Hilfe seiner geheimnisvollen Machtmittel ausschaltete. Hat diese Konkurrenz nun zurückgeschlagen?

Mit: Hans Peter Hallwachs, Charles Wirths, Matthias Ponnier, Wolfgang Büttner u.a.

Janwillem van de Wetering, geboren 1931 in Rotterdam, 1952-1957 lebte er in Südafrika, wo er Chemikalienhändler, Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang war. 1958 studierte er Philosophie in London und ging dann in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan). Ab 1960 arbeitete er als Großhändler in Kolumbien, Peru und Australien. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm. Er setzte seine Zen-Studien fort und arbeitete als Aushilfspolizist. 1974 begann er mit seiner Krimireihe, 1975 siedelte er nach Amerika über, wo er in Surry/Maine als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer lebte. Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen, Herausgeber von Anthologien. Sein Werk erschien bisher in 23 Sprachen. Janwillem van de Wetering starb 2008.