Die Dame ist leichtfertig

von Lester Powell
Übersetzung aus dem Englischen von Marianne de Barde
Regie Albert C. Weiland
Mit Albert C. Weiland, Brigitte Dryander, Ursula von Manescul, Robert Seibert, Lothar Rollauer, Monika Barth, Enno Spielhagen, Wolfgang Bieger, Heinz Schlage und Hans Joachim Steindamm
Produktion SR 1971 (mono)
Länge ca. 55', ca. 55', ca. 55', ca. 55'

Paula Ballard, die 18-jährige Nichte eines erfolgreichen Londoner Versicherungsunternehmers, wird seit zwei Wochen vermisst. Am Tag vor ihrem Verschwinden stahlen Unbekannte Bilder im Wert von einer Viertel Million Pfund aus einer bedeutenden Kunstgalerie. Der Einbruch erfolgte vom Gebäude des Modehauses Tulloch aus, in dem ausgerechnet Paula Ballard als Fotomodell arbeitet, bzw. gearbeitet hat. Alles nur ein Zufall? Der Londoner Privatdetektiv Philip Odell muss von einem Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen ausgehen. Doch nicht nur beruflicher Ehrgeiz treibt ihn an. Als seine Arbeits- und Lebenspartnerin Heather entführt wird, stellt Odell fest, dass er selbst Teil eines verbrecherischen Plans geworden ist. Privatdetektiv und Frauenheld Philip Odell reist nicht ganz freiwillig nach Paris, im Gepäck eine brisante Fracht, neben sich jedoch die attraktive Privatsekretärin sines Auftraggebers Ballard, Margaret Gough. Während seines Aufenthaltes kommt Odell nicht nur seiner charmanten Begleitung näher, sondern trifft auch seine Partnerin Heather überraschend wieder. Wie sich herausstellt, halten sich aber noch mehr alte Bekannte in der Stadt auf, unter ihnen Inspektor Green von Scotland Yard. Dessen allzu großes Interesse an Odells Person, seinem Fall und vor allem seinem Wagen kann er nicht mehr länger zerstreuen - doch die Gemälde sind verschwunden. Während Odell noch versucht, undurchsichtigen Familienverhältnisse Ballards und damit vielleicht auch den Kunstraub aufzudecken, macht er in der Wohnung, in der er die letzte Nacht mit Margarate Gough verbrachte, eine grausige Entdeckung. Margaret Gough baumelt mit durchschnittener Kehle von der Decke der Pariser Wohnung. Philip Odell ist klar, dass alle Indizien auf ihn als ihr Mörder zeigen. Nun braucht der Privatdetektiv dringend einen Privatdetektiv. Odell bittet also seinen Freund und Kollegen Hector Fuest, schnellstens die nebulösen Beziehungen der Ballards untereinander zu durchleuchten. Er selbst verfolgt eine andere Spur: Aus dem Umkreis der Ballards sind mehrere Personen mit grauen Krankenwagen ohne Schriftzug abtransportiert worden. Wo sind sie abgeblieben? Als auch seine Partnerin Heather in einem anonymen Krankenwagen verschleppt wird, kommt Odell der Verdacht, dass die Entführer eigentlich die gestohlenen Bilder suchten und Heather als Pfand mitgenommen haben. In einer schwarzen Mappe, die Heather wohl gerade noch verstecken konnte, entdeckt Odell einen Aufbewahrungsschein der Gare de Lyon...

Die sogenannten "Damen-Krimis" des Briten Lester Powell, zu denen auch "Die Dame ist leichtfertig" gehört, wurden zwischen 1956 und 1973 auf Deutsch produziert. In den - ursprünglich auf acht Halbstunden-Teile angelegten - Hörspielen liefern sich der Sprecher, Regisseur und damalige Unterhaltungs-Chef des SR Albert C. Weiland als smarter Privatdetektiv Philip Odell und die Schauspielerin Brigitte Dryander als seine Partnerin Heather McMara mitreißende Screwball-Dialoge.

Lester Powell war von 1935 bis 1938 fester Drehbuchautor, nach dem Kriegsdienst Journalist, von 1945 bis 1947 als UNRA -Informationsoffizier in Deutschland. Zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen, Theaterstücke, Romane und Hörspiele (u.a. "The Consuls", SR 1966, und "Nelkenduft", SWF 1984).