Dichter Nebel

von Fred von Hoerschelmann (Fürst Ugarow)

Regie: Fritz Schröder-Jahn
Produktion: NDR 1961
Länge: 75'

Über dem Meer, am Rande einer Klippe, steht ein einsames Haus. Ohne dass es jemand weiß, lebt der Besitzer darin. Vor Jahren hatte ihn seine Familie entmündigen lassen, weil er in seinen Werken Sozialreformen befürwortete. Mit seinem Sekretär ist er dem Sanatorium entkommen. Fünf wildfremde Menschen, die zufällig in dem Haus übernachten, übernehmen die Rollen seiner Familie, plötzlich sieht er Zusammenhänge.

Mit: Heinz Klevenow (Abel Markus), Willy Maertens (Fürst Ugarow), Katharina Brauren (Emily), Else Ehser (Kathrin), Rita Graun (Die Köchin), Haide Lorenz (Daisy Whyne), Gerd Martienzen (Peter Kurz), Josef Dahmen (Leopas), Ernst Jacobi (Patrik), Gudrun Gerlach (Victorine), Helmut Sauermann (Klavier) (Klavier)

Fred von Hoerschelmann, 1901 in Hapsal/Estland geboren, studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Dorpat (Estland) und München. Er veröffentlichte Prosa, zunächst in verschiedenen Tageszeitungen und machte sich bald als Dramatiker, Hörspielautor und einfallsreicher, hintergründiger Erzähler einen Namen. Neben Günter Eich gilt er als einer der Pioniere des Hörspiels. Noch in Hapsal schrieb Hoerschelmann sein erstes Hörspiel "Flucht vor der Freiheit", das deutschlandweit Erfolg hatte. Von 1949 bis zu seinem Tod entstanden mehr als 20 Hörspiele und etwa 30 Funkbearbeitungen literarischer Vorlagen. Zu den bekanntesten Hörspielarbeiten zählen "Die verschlossene Tür" (1952), "Das Schiff Esperanza" (1953) und "Dichter Nebel" (1961). Hoerschelmann starb 1976 Tübingen, wo er seit Ende des Krieges lebte.