Der Dieb der süßen Dinge

nach dem gleichnamigen Kriminalroman
von Andrea Camilleri
aus dem Italienischen von Christiane von Bechtolsheim
Musik: Henrik Albrecht
Hörspielbearbeitung: Daniel Grünberg
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: SWR 2001
ca. 55 Minuten

Commissario Salvo Montalbano, aus Vigàta/Sizilien, kann sich über Mangel an Arbeit nicht beklagen. An einem Tag geschehen gleich zwei Verbrechen in dem malerischen Küstenstädtchen: Auf einem Fischerboot wird während einer nächtlichen Ausfahrt ein Tunesier erschossen, und im Aufzug eines Wohnhauses wird der pensionierte sizilianische Geschäftsmann Lapecora erstochen aufgefunden. Auf den ersten Blick haben die beiden Verbrechen nichts gemeinsam, bis Commissario Montalbano ein drittes "Verbrechen" aufklärt: Seit ein paar Tagen sorgt ein Dieb - offensichtlich ein kleiner Junge - für Aufregung im Ort. Er klaut den Schulkindern die Pausenbrote und die "süßen Dinge".
Die Tunesierein Karima ist in Vigàta keine Unbekannte. Den älteren Herren des Ortes bereitete sie sexuelle Vergnügen in unterschiedlichen Variationen - unter anderem dem nun toten Signor Lapecora.
Inzwischen wohnt François, Karimas Sohn und Dieb der süßen Dinge, beim Commissario Montalbano, gehütet, umsorgt und geliebt von seiner Freundin Livia. Der Commissario ist zwar eifersüchtig auf den Jungen, aber der bringt ihn auf die Spur des toten Tunesiers: Als im Fernsehen dessen Bild erscheint, erkennt er ihn als seinen Onkel - Karimas Bruder. Und der entpuppt sich als gefährlicher Terrorist.

Mit Gerd Wameling als Montalbano

Andrea Camilleri, geboren 1925 in Porto Empedocle/Provinz Agrigento/Sizilien, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur.