Dillingers Fluchtplan

von Mike Markart

Regie: Alice Elstner
Musik: Christoph Theiler
Produktion: ORF, 2009
54:45 Min.

Mit:
Rudolf Wessely (Ich)
Rupert Henning (Dillinger)
Manfred Judmaier (Gangster)

Der Mann hat tatsächlich ein gravierendes Problem. Er darf nicht schlafen. Denn jedes Mal, wenn er einschläft, findet er sich im Kopf eines anderen wieder. Und er kann diesen anderen nur verlassen, wenn es ihm gelingt, ihn zu töten. Durch Einflüsterungen, durch Manipulationen oder indem er seinen Träger in gefährliche Situationen manövriert. Auf diese Weise sah sich unser Mann schon genötigt, Jesus Christus, Ayrton Senna und Herbert von Karajan um die Ecke zu bringen.

Zudem hat er es immer eilig. Denn während er in fremden Köpfen wohnt, schläft sein eigener Körper schutz- und wehrlos zu Hause im Bett. Dieses Mal - und davon handelt Mike Markarts Geschichte - wacht unser Ich-Erzähler im Kopf von John Herbert Dillinger auf. Einem gefürchteten Gangster aus Chicago, den das FBI dereinst als Staatsfeind Nummer eins bezeichnete.

Dummerweise sitzt Dillinger gerade. Im Gefängnis. Gut bewacht und fest verriegelt. Keine Möglichkeit also, ihn in ein Gefecht zu verwickeln, ihn zu einem leichtsinnigen Bankraub zu verführen oder ihn von einem rivalisierenden Gangsterboss liquidieren zu lassen. Dillinger muss also fliehen. Aber wie? Unser Mann ist zur Tatenlosigkeit gezwungen. Das Schlimmste, was ihm und seinem zu Hause schlafenden Körper widerfahren kann...

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