Domino

Von Christoph Buggert
Regie: Walter Adler
Produktion: MDR/WDR 2012
Länge: ca.55’

Martin Kurp, theoretisch beschlagen und ein kritischer Kopf, ist als Gymnasiallehrer für „Politik und Wirtschaft“ tätig. Er durchschaut die Macht und ihre Machenschaften, worauf er stolz ist.

Seine Tochter Utz gerät mit ihrem Freund Pit in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit jugendlichen Immigranten. Gleichzeitig stellt Kurp fest, dass Utz offenbar von Pit vergewaltigt wurde. Pit ist der Sohn des amtierenden Justizministers, der gerade im Wahlkampf mit verschärftem Vorgehen gegen „Ausländer“ punkten will. Plötzlich steht Kurp mittendrin in den „Schweinereien“ und muss sich beweisen.

72 Statements von 23 Personen stoßen einander wie Domino-Steine an. „Wer das Leben beschreiben will, muss durch viele Köpfe gehen.“ (Umberto Derra)

Christoph Buggert wuchs auf in Stargard in Pommern, Halle (Saale) und Bremen. Nach einem Studium an den Universitäten in Freiburg/Breisgau und München promovierte er 1967 in München mit einer Arbeit über Adalbert Stifter. Von 1972 bis 1976 war er Hörspieldramaturg beim Bayerischen Rundfunk und von 1976 bis 2002 Leiter der Hörspielabteilung des Hessischen Rundfunks; zeitweise leitete er auch die Kulturwelle hr2. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet er sich seit den Sechzigerjahren dem Verfassen literarischer Texte. 1990 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Buggert lebt heute in Oberursel.
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