Der Doppelmord in der Rue Morgue

von Edgar Allan Poe
Bearbeitung und Regie:
Jörg-Michael Körbl
Produktion: Funkhaus Berlin 1990 46 Minuten

Ein barbarischer Mord erschüttert Paris. Im Hinterhof eines Hauses in der Rue Morgue wird der zerschmetterte Körper einer Frau gefunden, gleichzeitig entdeckt man die verstümmelte Leiche ihrer Tochter im Kaminschacht der gemeinsamen Wohnung. Die Anwohner haben nicht nur die Todesschreie der Opfer gehört, sie behaupten, die Stimme eines weiteren Franzosen und die unartikulierten, schrillen Laute eines Ausländers gehört zu haben, über dessen Nationalität sie sich allerdings nicht einig sind. Der junge, verarmte Adelige C. August Dupin nimmt sich des Falles an. Er behauptet von sich, die Gedankengänge anderer Menschen nachvollziehen zu können und aus vielen Einzelbeobachtungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Polizei verdächtigt den mit Dupin befreundeten Bankangestellten, der der alten Dame drei Tage zuvor eine größere Summe überbracht hatte. Aber es wurden weder Wertsachen noch Bargeld entwendet, es fehlt also ein Motiv. Dupin sammelt systematisch alle Informationen und verblüfft die Polizei mit der Behauptung, dass der Doppelmord in der Rue Morgue nicht die Tat eines Menschen war.

Edgar Allan Poe, geboren 1809 in Boston und vor 150 Jahren in Baltimore gestorben, gilt als der bedeutendste Vertreter der amerikanischen Romantik. Seine Gedichte und Erzählungen, vor allem aber seine spannungsvollen Novellen und Kriminalgeschichten hatten wegen ihrer gekonnten Kombination scharfsinniger Phantastik mit dem Hang zum Unheilvollen großen Einfluß auf die europäische Literatur.

Mit: Florian Mertens, Sven-Rik Just, Klaus Piontek, Horst Lebinsky und Michael Kind