Drachentöter

von Michael Koser
Regie: Werner Klein
Produktion: BR 1998
Länge: 50´10

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Oktober 2014. In der Oxy-Bar gibt es nur Luft aus edlen Designerbehältern. Carmela Canapé, Modepublizistin, und Jonas nuckeln am "Sylter Sauerstoff". Jahrgang Null Sieben. Und sie sprechen über einen Auftrag: Viviane Eastwood, Carmelas Mutter, ist verschwunden. Die einzige Modeschöpferin in Babylon. Und die letzte. Die letzte Bastion menschlicher Kreativität in einem durchdigitalisierten Kulturbetrieb. Movie und Theater sind verschwunden. Holo-TV wird von Computern geschrieben, gemacht, gespielt. Menschen gibt es fast nur noch beim Radio. Und in der Haute Couture. Der Staat fördert Menschenwerk. Wer Haute Couture produziert, braucht praktisch keine Steuern zu zahlen. Artus Artus zum Beispiel. Der Besitzer von CamFash. Weil er sich die Haute-Couture-Marke "Eastwood" leistet. Artus, der sich eine mittelalterliche Biosphäre eingerichtet hat. Draußen in der Wildnis. Mit einer Burg. Und einem richtigen Wald. Merkwürdige Dinge sollen in Avalon vorgehen. Unheimliche, gefährliche Dinge. Menschen sollen da verschwinden. Ist Viviane Eastwood ein Opfer König Artus? Jonas ermittelt. Und Sam, der Chaospilot im digitalen Verkehrsnetz, natürlich auch.

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.