Draussen vor der Tür

von Wolfgang Borchert

Regie: Ludwig Cremer
Produktion: NWDR 1947
Länge: 80'

Unteroffizier Beckmann kehrt nach dem Zweiten Weltkrieg aus Sibirien zurück. Seine Frau hat nicht auf ihn gewartet, ein anderer Mann liegt nun in einem Bett. Beckmann plagen Alpträume. Sogar seinen Selbstmord lehnt die Elbe ab und "spuckt" ihn bei Blankenese wieder an Land. Wie knüpft man an das alte Leben an, wenn man doch immer "draußen vor der Tür" bleiben muss?

Borchert spricht elementare, auch heute noch gültige Themen an, wie: Kriege kann man nur verlieren, und nach dem Krieg können Soldaten nicht einfach so weitermachen wie bisher.

Mit: Hans Quest, Carl Voscherau u.a.

Wolfgang Borchert, geboren 1921 in Hamburg; Buchhändler, Schauspieler, mit 20 Jahren Soldat. Wegen "defätistischer Äußerungen" kam er ins Gefängnis, dann zur "Bewährung" an die Ostfront. 1943 entließ man ihn schwer krank. Später Regieassistent, Regisseur u. Autor. Die Ursendung seines für die Bühne gedachten Stücks konnte der Erkrankte wg. Stromsperre nicht hören, die Bühnenuraufführung fand nach seinem Tod 1947 statt.