Dr. Mabuse der Spieler

von Norbert Jacques
Bearbeitung: Michael Farin und Hans Schmid
Regie: Annette Kurth
Produktion: WDR 1997, 52 Minuten

Der durch die Filme Fritz Langs bekannt gewordene diabolische Verbrecher Dr. Mabuse spukt jetzt durch das Hörspiel: Mit geheimnisvollen Verkleidungs- und Hypnosekünsten ausgestattet, untergräbt er Recht und Gesetz. Dr. Mabuse schafft sich eine Gegenwelt, die nach eigenen Gesetzen funktioniert. Und doch ist uns dieser aus gutem Hause stammende, genauso liebessüchtige wie gewalttätige Dr. Mabuse seltsam nah: "Vielleicht, weil er seinen Leidenschaften keine Grenzen setzt, ...weil er sich treiben läßt, weil seine Monstrosität so spießig, so deutsch ist." (Michael Farin) In "Der Spieler", dem ersten und erfolgreichsten Dr.
Mabuse-Roman, tritt Mabuse als Falschspieler auf. Auf den Fersen ist ihm Staatsanwalt Wenk, der einzige, der sich seinen Hypnosefähigkeiten entziehen kann. Eine lange Hetzjagd beginnt. Dr. Mabuse gelingt es durch den geschickten Wechsel der Identität und skrupellose Brutalität immer wieder, Wenk zu entkommen. Bis beide in Berlin aufeinandertreffen.

Mit dem 1921/22 in der Berliner Zeitung erstmals erschienen "Dr. Mabuse, der Spieler" wurde der gebürtige Luxemburger Norbert Jacques (1880 - 1954) schlagartig berühmt. Außerdem schrieb Jacques vor allem Reportagen, Kurzgeschichten und Abenteuerromane. Farin, geboren 1953, Verleger, schreibt Drehbücher ("Der Totmacher") und Hörspiele. Hans Schmid, geboren 1964, Amerikanist, ist Autor des Buches "Fenster zum Tod - Der Raum im Horrorfilm" und hat mit Michael Farin den Roman "Mr. Arkadin" von Orson Welles übersetzt
und als Hörspiel bearbeitet.