Eat What You Kill

Das Wallstreet Prinzip Feature von Anna Katharina Laggner

Produktion: ORF 2010
Dauer: 29'30

In der ersten Jahreshälfte 2009, während sich die größte Finanzkrise seit der Großen Depression mit Massenentlassungen und Betriebsschließungen auf die Weltwirtschaft auswirkt, hat allein Goldman Sachs (unter Bankern auch bekannt als Goldmine Sachs) die Rekordsumme von 11,4 Milliarden Dollar Bonuszahlungen angesetzt. Gier ist an der Wall Street keine Sünde. In der Schaltzentrale des globalen Finanzmarktes gilt Eat what you kill: Der Gewinn gehört dem Spekulanten. Die Devise stammt aus dem Jagdjargon und bedeutet im Grunde, man soll nur töten, was man auch essen kann. In der Sendung sprechen ehemalige Wall Street Arbeiter, die im Zuge der Finanzkrise gekündigt wurden, über Arbeitsbedingungen und ihre berufliche Umorientierung, über Bonuszahlungen und die Zukunft der Wall Street. Dabei stellt sich heraus, dass die Devise Eat what you kill jede Krise überlebt. Oder, wie es ein arbeitsloser Banker formuliert: "Aus der jetzigen Krise wird ein größeres Vermögen hervorgehen, als jenes, das nach 2000 aus der Technologieblase lukriert wurde."

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