Das Echo der Frösche

von Lisa Schlesinger
Aus dem Amerikanischen von Gisbert Haefs
Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2001
56 Min.

Im Kreisgefängnis von Iowa treffen zwei Inhaftierte aufeinander, Rusty Nelson, ein Getreidefarmer, und ein namenloser Sänger, der die Geschichten der Gegend kennt, darunter auch die von Rusty und seiner Familie, Geschichten vom Widerstand des Farmers und seiner Frau gegen die Einsetzung von genmanipuliertem Saatgut, von den schlechten Ernten, vom unzuverlässigen Wetter, aber auch von Rustys Feldern, die inzwischen von allen Insekten der Nachbarschaft aufgesucht werden. Rusty ist inzwischen der Einzige weit und breit, der noch das herkömmliche Korn verwendet. Erzählt wird auch von den vierschenkligen und zweiköpfigen Fröschen, die man immer häufiger antreffen kann. Und von Lily, Rustys Tochter. Sie spricht aus einem Raum jenseits des irdischen Daseins über ihre Geschichte, von den Erlebnissen mit den Fröschen, den Sprachspielen mit dem Bruder Robert, von ihrer Krankheit, einer Gehirnstörung, die hauptsächlich die motorischen Fähigkeiten angreift. Sie und die Eltern wussten schon länger von ihrer Krankheit, doch niemand konnte wissen, dass sie mit ganzer Härte ausbrechen würde: Lily kann schon bald nicht mehr gehen, sprechen und lachen. Als kurz vor der vollständigen Lähmung auch noch ein Sturm Rustys gesamte Ernte zerstört, entschließt er sich zu handeln.
Mit Martina Gedeck, Gerd Köster, Wolfgang Rüter u.a.

Lisa Schlesinger, junge amerikanische Theaterautorin, veröffentlichte bisher sechs Stücke. Mit "Ende der festen Fahrbahn", das der hr Ende 2000 sendete, gewann sie den internationalen Manuskriptwettbewerb des BBC World Service.