Eine gute Partie



Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Stefan Kanis
Produktion: MDR 2001
Länge: 58'

Fred und Walter sind unzertrennlich. Freunde kann man sie aber eigentlich nicht nennen. Beide sind alte Herren, beide haben im zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen gekämpft. Nun kämpfen sie gegeneinander - im Schach. Und das seit 37 Jahren. Aber sie kämpfen nicht wirklich. Walter kommt einfach jeden Dienstag auf ein Stündchen in Freds Wohnung, um die sich stets endlos hinziehenden Partien fortzusetzen.

Walter ist der einzige, den der prinzipiell schlecht gelaunte Witwer Fred Kowinski in seiner Wohnung duldet. Schon seinem eigenen Sohn Leonard gelingt es kaum, sich länger als ein paar Minuten bei seinem Vater aufzuhalten. Und wehe, wenn er es auch nur zaghaft wagt, auf die miserable Ordnung in der väterlichen Behausung hinzuweisen. Oder sich gar erdreistet, eine Haushälterin einzustellen. Damit ist er schon ein paar Mal gescheitert.

Doch Leonard lässt nicht locker. Aber auch der neuesten Ordnungshüterin erklärt Kowinski Senior ohne viel Umstände den Krieg. Nur lässt die sich davon keineswegs beeindrucken. Als sich überdies herausstellt, dass sie etwas von Schach versteht, kommt unerwartete Bewegung in das traditionelle Dienstagsduell der beiden alten Herren.

Mit: Jürgen Holtz (Fred Kowinski), Reiner Heise (Leonard, Freds Sohn), Horst Bollmann (Walter, Freds Freund), Gudrun Ritter (Rosalinde, Freds Haushälterin), Susann Thiede (Die neue Haushälterin)

Stefan Vögel, geb. 1969 in den Vorarlberger Alpen, studierte Wirtschaftsinformatik in Zürich und wurde danach mit seinem MundartKabarett "Grüß Gott in Vorarlberg" bekannt. Inzwischen hat sich Stefan Vögel als Buch-, Theater- und Drehbuchautor einen Namen gemacht. Stücke wie „Eine gute Partie", "Global Player“, "Süßer die Glocken", "Die süßesten Früchte" oder seine satirische Multi-Kulti-Komödie "Achtung Deutsch" eroberten die Spielpläne deutschsprachiger Theater.