Ein fatales Fraeulein

von Patrick Quentin
Aus dem Amerikanischen von Jobst-Christian Rojahn
Hörspielbearbeitung: Irene Schuck
Regie: Irene Schuck
Produktion: MDR 1998
55 Min.

Peter Duluth ist erfolgreicher Broadway-Produzent und mit einer beliebten
Schauspielerin glücklich verheiratet. Vielleicht hat er deshalb der in
ungleich bescheideneren Verhältnissen eingezwängten Jung-Autorin
Nanny Ordway die Möglichkeit eingeräumt, in seiner Wohnung an ihrem
Erstling zu arbeiten? Schließlich ist er tagsüber auf den Proben, und
Susan, seine Frau, ist ohnehin zu ihrer Mutter gefahren.

Am Tage ihrer Rückkehr allerdings machen sie eine mehr als grausige
Entdeckung: Das junge Mädchen hängt am Kronleuchter und ist tot. –
Hatte sie eine Affäre mit Peter und sich, weil sie den verheirateten Mann
nicht kriegen konnte, umgebracht? Duluth weiß, dass es nicht so war,
aber er muss zugeben, dass alles danach aussieht. Fassungslos ist er
erst, als dieses vermeintliche Verhältnis prompt durch eine Reihe offenbar
glaubwürdiger Zeugenaussagen bestätigt wird. Nicht nur, dass Nannys
Mitbewohnerin bestens über alles Bescheid weiß. Auch seine eigene
Haushälterin gibt an, das fremde Fräulein in seinem Bett angetroffen zu
haben. Und dann kommt auch noch ein Brief, in dem die ihren edlen
Verzicht erklärende Tote seine Frau um Entschuldigung bittet... Noch hofft
Peter, dass sich die irrwitzigen Verstrickungen von selber aufklären
werden. Vielleicht war das komplizierte Mädchen in mehr als einer Weise
verrückt? Doch dann stellt sich heraus: Nanny Ordway hat keineswegs
Hand an sich gelegt, sie ist ermordet worden. Und: sie war in der fünften
Woche schwanger! Musste sie sterben, weil ein Skandal vertuscht werden
sollte?

Peter Duluth jedoch, verlassen von seiner Frau, geschnitten von seinen
Freunden und wegen drohender Verhaftung auf der Flucht, spürt wieder
Boden unter den Füßen: mit einem Mörder kann man zur Not umgehen,
nicht jedoch mit einem Gespenst. Er muss versuchen, diesen Mörder zu
finden.

Mit Bodo Primus, Sascha Icks, Donata Höffer, Rita Russek u.a.

Patrick Quentin, Pseudonym des Autorenduos Webb und Wheeler, ab
1953 ausschließlich von Hugh Callingham Wheeler (1912-1987) benutzt.