Ein Geschäft mit Träumen

von Ingeborg Bachmann

Regie: Walter Davy
Produktion: Sender Roz-Wwiess-Rot/ORF 1952
Länge: 52'

Die Arbeitswelt im Wien der 1950er Jahre: Die pfiffige und höchst sozialkompetente Sekretärin Anna, der überarbeitete Angestellte Herr Mandl, den die Geschäfte mehr interessieren als ein passendes Geburtstagsgeschenk für seine Frau, der herrschsüchtige Generaldirektor, der seine Mitarbeiter als menschliche sieht.

Nur der junge Laurenz passt nicht in dieses gutgeölte System. Sein Arbeitseifer wird gering geschätzt, weil er Msich weder abgrenzen noch selbstdarstellen kann. Längst hat er sich in Anna verliebt, aber ihm fehlen der Mut und die Worte für eine Aussprache. Auf dem Nachhauseweg kommt Laurenz an einem Geschäft vorbei, dessen Inhaber Träume verkauft. Laurenz kann nicht widerstehen, denn die Träume versprechen ihm eine Alternative zur tristen Wirklichkeit.

Mit: Wolf Neuber, Traute Servi, Eric Frey, u.a.

Ingeborg Bachmann, (1926-73), Philosophiestudium, Promotion, 1951-1953 Redakteurin der Wiener Sendergruppe Rot-Weiß-Rot. Erster Gedichtband „Die gestundete Zeit“ (1953), 1955 folgte das erste Hörspiel („Zikaden“). Das zweite, „Der gute Gott von ­Manhattan“ (BR/SWF/NDR), wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1958 ausgezeichnet.