Einmal ein Mörder – immer ein Mörder!

von Alan Alexander Milne
Bearbeitung und Regie: Hanns Cremer
BR 1965
45'

Alan Alexander Milne ist nicht nur der Autor von 'Pu der Bär', er zählt auch zu den frühen Klassikern der Kriminalliteratur. In den 1920er Jahren schrieb er Detektivgeschichten und ein Theaterstück über ein perfektes Alibi. Raymond Chandler lobte seinen Roman 'Das Geheimnis des roten Hauses' als "ein angenehmes Buch, mit einer trügerischen Leichtigkeit geschrieben, die keineswegs so leicht zu erreichen ist, wie es den Anschein hat".
In Einmal ein Mörder – immer ein Mörder! präsentiert Superintendent Mortimer von Scotland Yard dem Kriminalschriftsteller Jefferson Flint eine seiner berühmten Theorien. Seiner Meinung nach ist die einfachste Art, einen Mord zu begehen, immer die beste, weil die einfache Erklärung zu einfach ist, um glaubhaft zu sein. Nach einem Beispiel aus der Praxis befragt, erzählt Mortimer vom Fall Hedingham. Zum Geburtstag Seiner Lordschaft war eine Flasche Tokaier geschickt worden. Der Butler des Hauses probierte den Wein und war kurz darauf tot. Pikanterweise war mit der Flasche eine Visitenkarte von Lord Hedinghams bestem Freund abgegeben worden. Der kann unmöglich der Mörder sein, meint der ermittelnde Inspektor Tossmann. Aber das wäre zu einfach.

Mit Peter Pasetti, Paul Dahlke, Rolf Illig, Wolf Rathjen, Horst Sachtleben, Axel Scholz, Susanne Schönwiese

Alan Alexander Milne (1882-1956), englischer Schriftsteller. Mathematikstudium. Hörspiele u.a. 'Als er wieder nach Hause kam' (NWDR 1949).