Ein Mann mit vielen Namen

Hörspiel in 2 Teilen

von Graham Greene
Monika Blaich

Regie: Bernd Lau
Komposition: Peter Zwetkoff
Bearbeitung: Bernd Lau
Produktion: SWR 1991

"Ich habe dich in einem fairen Spiel gewonnen", sagt der Captain zu dem zwölfjährigen Victor. "Außerdem kann man beim Backgammon nicht leicht mogeln." Er nimmt den Jungen mit in eine andere Welt mit anderen Gesetzen.

Der "Mann mit vielen Namen" nennt sich am liebsten Captain, gelegentlich aber auch Colonel Claridge, oder einfach Smith. Er ist eine schillernde Persönlichkeit und fasziniert Victor vom ersten Moment an, als er ihn in einer Internatsschule nahe London abholt. Victor ist nicht abgeneigt, die verhasste Schule zu verlassen. Und er bewundert das selbstsichere Auftreten des Captain. Bei dessen Freundin Lisa wächst Victor auf. Den Captain sieht er selten, denn der ist meistens auf Raubzügen durch Juweliergeschäfte, auf der Flucht oder im Gefängnis.

Zehn Jahre später: Lisa ist gestorben. Victor, der inzwischen Journalismus lernt, sucht den Captain in Mittelamerika auf, um ihm von dem Tod Lisas zu berichten. Der Captain ist kein kleiner Gauner mehr, wie vorher in England, sondern ein Waffenschmuggler, der sich im Spannungsfeld zwischen Nicaragua, Panama und den USA bewegt. Des Captains Sympathien sind eindeutig verteilt.

Mit: Günter Lamprecht, Matthias Haase, Ulrike Bliefert, Michael Mendl u. a.