Ein Mord zur rechten Zeit

von -ky
Regie: Frank-Erich Hübner
Produktion: WDR 1973
51'

Martin Moldenhauer und Hans-Dieter Domagalski arbeiten nebeneinander an einem Fließband und bauen Waschmaschinen zusammen; tagein, tagaus. Sie träumen von einer Existenz als selbständige Handwerker, aber ihre reale Lage ist hoffnungslos. Da bietet sich ihnen die Chance ihres Lebens. Moldenhauer wird Zeuge eines Mordes, und er überlegt mit Domagalski, wie sie daraus Nutzen ziehen könnten. Beide erscheinen als Opfer; nicht nur als Opfer eines Systems, das sich seine Industrieheloten erhalten will und muss, sondern ebenso als Opfer einer gewissen subkulturellen Ideologie, die meint, man könne seine miese persönliche bzw. gesellschaftliche Lage durch quasi legitime Verbrechen verbessern.

Mit: Horst M. Neutze, Rolf Schult, Ingrid van Bergen, Friedrich W. Bauschulte u.a.

-ky (Horst Bosetzky), geboren 1938 in Berlin, finanzierte in den 60er Jahren sein Studium (Soziologie, Betriebs- und Volkswirtschaft, Psychologie) mit dem Schreiben von Groschenromanen und Agenten-Thrillern. Zu Beginn der 70er Jahre erschienen seine ersten „Sozio-Krimis“, für die die Abkürzung -ky rasch zum Synonym wurde. Neben Krimis und Drehbüchern schreibt Bosetzky seit einigen Jahren an einer mehrbändigen autobiographisch gefärbten Familiensaga, in der zuletzt der Roman „Zwischen Kahn und Kohlenkeller“ (2001) erschien.