Ein Tag im Leben

von Slavenka Drakulic
Übersetzung aus dem Englischen: Andrea Paluch und Robert Habeck
Regie: Walter Meierjohann
Mit Martin Engler, Merten Schrödter
RBB/RB 2003
47 Min.

Im Juli 1995 werden 7.000 muslimische Jungen und Männer aus der UN-Schutzzone Srebenica verschleppt und in einer systematisch betriebenen Aktion umgebracht. Fünf Jahre später beginnen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag die Prozesse über diesen größten Massenmord in Europa seit dem 2. Weltkrieg. Über Wochen und Monate hinweg hat die kroatische Schriftstellerin Slavenka Drakulic die Verhandlungen in Den Haag beobachtet, hat an Verhören teilgenommen und hat unzählige Vernehmungsprotokolle gelesen. Auf der Grundlage dieser Protokolle wird das Massaker aus der Sicht von zwei unmittelbar Beteiligten noch einmal nacherzählt: von einem Täters und einem Opfers, das den Erschießungen wie durch ein Wunder entkam.

Slavenka Drakulic, Schriftstellerin und Journalistin, wurde 1949 im kroatischen Riejka geboren; sie lebt in Zagreb, Istrien, Stockholm und Wien. Auf deutsch erschienen bisher verschiedene Romane, Geschichten und Essaysammlungen, sowie zahlreiche Reportagen über den Krieg in Jugoslawien in verschiedenen deutschen Zeitungen.