Eisen

von Rona Munro
Aus dem Englischen von Dieter Giesing und Maria Scheibelhofer

Regie: Christine Nagel
Komposition: Gerd Bessler
Produktion: DLF 2004
Länge: 70'

Fay, die nach dem Mord an ihrem Ehemann eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßt, bekommt nach 15 Jahren Besuch von ihrer Tochter. Josie, 22, hat keine Erinnerung an ihre ersten sieben Lebensjahre. Die Mutter soll ihr dieses Stück Leben wiedergeben. Jetzt holen die beiden nach, was sie nicht gelebt haben: Misstrauen, Liebe und Ablösung. Der Kampf von Mutter und Tochter, ihre Verschmelzung und Trennung, eng verbunden mit der Frage nach dem Mord, provoziert immer neue Aspekte, Antworten oder Fragen nach Schuld oder Unschuld der Mörderin. Wie in jedem guten Krimi, glaubt man sich der Wahrheit zu nähern. Aber die Geschichten der Fay lassen nur Bruchstücke des tatsächlichen Geschehens durchschimmern.

Mit: Marion Breckwoldt, Liv-Juliane Barine, Anja Bilabel und Dieter Mann

Rona Munro, geboren 1959, lebt in London, schreibt seit 1981 für Theater, Hörspiel und Film.