Der Elektrobarde

von Stanislaw Lem

Regie: Martin Bezzola
Komposition: Martin Bezzola
Bearbeitung: Martin Bezzola
Produktion: Autorenproduktion/Universität der Künste Berlin 2007
Länge: 43'

Der Konstrukteur Trurl will seinen Erzrivalen Klapauzius beeindrucken und beginnt, eine Maschine zu bauen, die in der Lage sein soll, makellose Lyrik zu schreiben. Er füttert die Maschine mit einer Unmenge Wissensstoff, und tatsächlich: das Experiment gelingt, die Maschine produziert Poesie auf höchstem Niveau. Doch dann gerät sie außer Kontrolle und beschert dem Universum "schwere Attacken ästhetischer Ekstase".

Stanislaw Lem hat mit der Kurzgeschichte Trurls Elektrobarde von 1964 eine ebenso witzige wie tiefgründige Phantasie aus der beinahe märchenhaften Welt der intelligenten Blechapparate geschaffen.

Mit: Zara Nydegger, Marek Wieczorek, Gunther Kaindl, Andreas Müller-Crepon

"Martin Bezzolas Bearbeitung macht in ihrer sorgfältigen musikalischgeräuschhaften Inszenierung den klapprigen retrofuturistischen Charme des Textes hörbar, der mit intelligenter Ironie die Maschinen von Wissenschafts- und Literaturbetrieb miteinander verschaltet und außerdem ganz nebenbei noch als Satire auf das Science-Fiction-Genre funktioniert." (Jurybegründung des Berliner Hörspielfestivals 2009)

Stanislaw Lem (1921-2006), Philosoph, Essayist und Science-Fiction-Autor. Hörspieladaptionen u.a. Die Mondnacht (BR/NDR/ SDR/SFB 1976), Professor Tarantogas Sprechstunde (BR 1977).