Das Erbe des Schnüfflers

von Elmar Podlech
Regie: Stefan Hardt
hr 1994
38'

Grützke hat als Archivar im Keller eines Verlages kaum Einfluss auf das Programm, also macht er sich selbständig und wird Privatdetektiv. Seine Aufträge erschöpfen sich allerdings darin, der Mutter einer höheren Tochter die Prüfungsaufgaben für das Abitur zu beschaffen, oder einem gehörnten Ehemann darzulegen, dass seine Frau »es« leider umsonst macht. Und an den Fall mit dem Exhibitionisten, der sich schließlich als Voyeur entpuppt, und deshalb ermordet wird, gerät er eher zufällig. Durch seine Freundin Verena, die ihn zu ihrem privaten Privatdetektiv ernennt und Spanner geil findet.
In schriller Überzeichnung der gängigen Krimistereotypen gelingt Podlech eine turbulente Komödie, die mit lakonischer Knappheit dennoch einen vertrackten Krimifall mit Frankfurter Lokalkolorit entfaltet.
»Eine exzellente Satire - gerade humorvolle und ironische Dialoge zu schreiben, dürfte zu den schwierigsten literarischen Arbeiten zählen«, urteilte der Kritiker Paul Josef Raue in der Funkkorrespondenz.

Mit Ulrich Wildgruber, Regine Vergeen, Ingrid van Bergen u.v.a.

Elmar Podlech, geboren 1936 in Linz am Rhein, arbeitete nach dem Studium als Hörspieldramaturg beim SDR. Seit 1973 freier Schriftsteller in Frankfurt am Main.