Existieren Sie, Mr. Johns?

von Stanislaw Lem
Produktion: Rundfunk der DDR 1976
Ton: Dietmar Hagen
Regie: Klaus Zippel
25 Min.

Mitwirkende: Richter - Alfred Driesener-Tressin
Anwalt - Walter Niklaus
Donovan - Hans-Joachim Hegewald
Harry Johns - Wolfgang Sörgel
sein Bruder - Siegfried Pappelbaum
Reporter - Dieter Bellmann

Eine Science-Fiction-Groteske des bekannten polnischen Autors. - Harry Johns, der Autorennfahrer, steht vor Gericht. Die Cybernetics Company hat ihn verklagt. Während seiner Rennfahrerlaufbahn hatte Johns so viele Unfälle erlitten und dabei ein Körperteil nach dem anderen eingebüßt, dass ihm die Company ebenso fortlaufend mit Prothesen aushelfen musste. Johns kann seine Schulden nicht bezahlen, da meint die Cybernetics Company, wenigstens Anspruch auf ihn selbst stellen zu können. Denn der Beklagte besteht inzwischen zu 100% aus Prothesen der Company. - Gehört er jetzt tatsächlich ganz und gar der Firma? Wie eine Maschine? Kann man jedoch andererseits eine Maschine überhaupt vor Gericht verklagen? Natürlich muss der Prozess vertagt werden, denn wer wüsste eine Lösung?
Ein groteskes Gedankenspiel und doch zugleich ein Nachdenken über den Identitätsbereich des Menschen.