Extropia

von Michael Esser
Regie: Walter Adler
Produktion: WDR 2001
ca. 54'

Auf einem Küchentisch liegt die Leiche einer jungen Musikerin. Ohne Kopf. Kommissar Herder muss den Mord aufklären. Der Täter ist auch schnell gefunden, er behauptet, er habe den Kopf im Auftrag der Toten abgetrennt und eingefroren. Die junge Frau litt an einer tödlich verlaufenden Krankheit, die eines Tages heilbar sein wird. Bis dahin soll der Kopf nach ihrem Willen tiefgefroren aufbewahrt werden. Die Ermittlungen führen den Kommissar in eine Szene von Wissenschaftlern und Akademikern, die daran glauben, dass technischer Fortschritt die Unsterblichkeit von Menschen ermöglichen wird. Der Kommissar gerät in einen tiefen emotionalen Konflikt: Ein toter Mensch ist ein toter Mensch; so ist es für den gläubigen Herder von Gott gewollt. Die Konfrontation mit Leben und Werk der Toten aber lassen ihn zweifeln, ob der Tod tatsächlich so endgültig sein muss. Die junge Frau wurde mitten aus dem Leben gerissen, einem Leben, das viel versprach und nur zu früh endete ...

Michael Esser, geboren 1955, lebt in Hamburg. Er schreibt für „Die Zeit" und verschiedene Computer- und Internetmagazine, arbeitet außerdem für „Spiegel TV" und an Fernsehserien (MTV/Premiere). Hörspiele und Radiofeatures verfasst er seit 1988, für den WDR zuletzt „Electric Lady Land" und „Der Netzmann".