Fälschungen

von Michael Tait
Übersetzung: Christa Häber
Ton: Rolf Knapp
Regie: Stefan Hilsbecher
Produktion: SDR 1994
Dauer: 52'29

Bei einem gepflegten Essen besprechen der umtriebige Colin Jackson, der erfahrene Fälscher Bill Stoker und die Chemikerin Anne West einen Coup, den sie mit größter Sorgfalt vorbereiten. Anne muss dazu eine andere Identität annehmen; Stoker fertigt ihr einen australischen Pass. Planen die drei ein Verbrechen? Es klingt so, aber warum trinken sie dann auf die Gerechtigkeit? Irgendwie haben sie es wohl auf den zwielichtigen Geschäftsmann Dave Braddon abgesehen, denn Jackson trifft sich mit ihm in einem desolaten Abbruchviertel, um ihm etwas anzubieten: "Red Sky". Was sich dahinter verbirgt, verspricht Millionengewinne. Aber das Zeug ist brandgefährlich.

Hanns Zischler, am 18. Juni 1947 als Christoph Johann Zischler in Nürnberg geboren, aufgewachsen im fränkischen Dorf Langenaltheim. Nach dem Abitur 1966 Studium der Ethnologie, Philosophie, Musik und vergleichenden Literaturwissenschaft in München und Berlin. Seit 1967 übersetzt er wissenschaftliche Literatur aus dem Französischen und Englischen, ab 1968 Dramaturg an der Schaubühne in Berlin. Ab 1976 eigene Inszenierungen in Basel, Karlsruhe und an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin (1983-85). Nebenher schreibt er Beiträge und Filmkritiken für Zeitungen und Zeitschriften, arbeitet an Hörspielen und Rundfunkessays. Darüber hinaus schreibt Zischler literarische Essays und spielt in deutschen TV-Serien wie "Tatort", "Derrick" und "Die Männer vom K3". Im Kino hat er von Beginn seiner Karriere mit einigen der renommiertesten Regisseure des deutschen Films zusammengearbeitet. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen Wim Wenders' "Im Lauf der Zeit", Doris Dörries "Im Innern des Wals", Robert van Ackerens "Die flambierte Frau" und "Die Venusfalle" sowie "Berlin Chamissoplatz" und "Paradiso - Sieben Tage mit sieben Frauen", beide von Rudolf Thome. 1996 erscheint sein Buch "Kafka geht ins Kino", das im Februar 1997 vom französischen Kritikerverband als bestes nicht-französisches Buch übers Kino ausgezeichnet wird.