Der Fall Maurizius

von Jakob Wassermann
Regie Ulrich Lauterbach
Mit Gert Westphal, Willy Trenk-Trebitsch, Marianne Hoppe u.a.
Produktion hr 1960
77 Min. / 81 Min.

Der 16jährige Etzel ist ein leidenschaftlicher Befürworter menschlicher Gerechtigkeit und leidet unter der kalten, moralisch selbstgerechten Weltanschauung seines Vaters. Der Oberstaatsanwalt Freiherr von Andergast war vor zwanzig Jahren maßgeblich an der Verurteilung des Kunsthistorikers Leonhart Maurizius beteiligt, der des Mordes an seiner Frau angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Jetzt wird Maurizius vorzeitig aus der Haft entlassen und Etzel nimmt die Gelegenheit wahr, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Er will den berühmten Prozess wieder aufrollen und die Wahrheit über den Fall herausfinden. Er sucht Georg Warschauer, genannt Waremme, auf, der im Prozess als Kronzeuge aufgetreten war. Von seinem Gewissen gepeinigt, gesteht ihm schließlich Waremme, meineidig gewesen zu sein.

Jakob Wassermann, geboren 1873 in Fürth, gestorben 1934 in Alt-Aussee/Steiermark. Der Sohn eines jüdischen Gemischtwarenhändlers entschied sich nach einer Lehre als Kaufmann, Schriftsteller zu werden, was den Bruch mit der Familie nach sich zog. Einer anfänglich entbehrungsreichen Zeit folgte schließlich der literarische Durchbruch. In den 20er und 30er Jahren war er einer der meistgelesenen Autoren in Deutschland.