Fiat Justitia

von André Picot und Maurice Roland
Produktion: MDR 1996
Ton: Holger König
Regie: Lilian Westphal
51'41

Mitwirkende:
Pierre Buron - Steffen Schult
Alain Chauffour - Ulrich Matthes
Sylvie - Frauke Poolman
Florence - Andrea Solter
Maître Guillaume - Karl-Michael Vogler
Richter - Gert Gütschow
Wirt - Bert Franzke
Lartique - Matthias Brenner
Fernsehmoderator - Juergen Schulz

Als Pierre Buron die etwa gleich alte Madeleine Janvier kennenlernte, jobbte sie gerade in einer Bar. Beide kamen aus der Provinz, beide waren in Kinderheimen oder bei Pflegeeltern aufgewachsen und hatten sich so früh wie möglich nach Paris abgesetzt. Obschon sie davon lebten, dass Madeleine anschaffen ging, kam es immer wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Sie gingen so weit, dass Madeleine eines Tages so unglücklich stürzte, dass sie mit dem Kopf gegen den Heizkörper schlug und an den Folgen verstarb. - So sieht es jedenfalls der junge, ehrgeizige Anwalt Alain Chauffour, der die Anklage gegen seinen Mandanten von Mord auf Körperverletzung mit Todesfolge reduzieren zu können hofft. Wenn doch bloß Pierre Buron ein bisschen mehr aus seiner Kindheit preisgeben würde, damit er ihn als "Opfer unglücklicher Umstände" verteidigen kann! Alains Traum vom spektakulären Plädoyer ist allerdings aus, als plötzlich ausgerechnet der Staranwalt Maître Guillaume die Verteidigung dieses schmierigen kleinen Zuhälters übernimmt. Hat er einen Grund, sich ins Zeug zu legen? Fühlt er sich wirklich bloß einem Bekannten aus seiner Anfangszeit als Anwalt verpflichtet, und war der wirklich Pierre Burons Pate? Nachforschungen ergeben jedenfalls einen ganz anderen Verdacht... Widerlegt wird er erst, als Pierre Buron nach zweieinhalb Jahren wegen guter Führung entlassen wird und sich bei seinem vermeintlichen leiblichen Vater bedanken will. Und das bringt Alain Chauffour dann doch noch seinen großen Fall.