Das Fräulein von Scudéry

von E. T. A.. Hoffmann
Hörspielbearbeitung: Edmund Steinberger
Regie: Edmund Steinberger
Produktion: BR 1965
50'28
49'00

Die literarische Vorlage des gleichnamigen Hörspiels "Das Fräulein von Scudéry" von E.T.A Hoffmann geht zurück in das Zeitalter Ludwig des Vierzehnten. Ein Reihe von Kriminalfällen erregt die Gemüter bei Hofe: Höflinge und reiche Edelleute, die bei Cardillac, dem berühmten Goldschmied der Stadt, Juwelen gekauft haben, werden regelmäßig nachts des Schmuckes beraubt und ermordet. Alle Ermittlungen bleiben erfolglos, der Mörder ist unauffindbar. Fräulein von Scudéry erhält eines Tages Besuch von einem Unbekannten. Er übergibt ihr eine Schatulle, in der sie die geraubten Juwelen findet. Sie will sie Meister Cardillac zurückgeben, doch der bittet sie, die Juwelen als Geschenk anzunehmen. Kurz darauf wird der Juwelier ermordet. Der Verdacht fällt auf seinen Gehilfen, Brusson. Brusson ist mit Madelon Cardillac, der Tochter des Juweliers verlobt. Sie ist überzeugt von der Unschuld ihres Geliebten und bittet Fräulein von Scudéry um Hilfe. Mit scharfer Charakterisierungskunst treibt der Autor die Auflösung der dunklen Vorgänge voran.

E.T.A. Hoffmann, ( 1776 - 1822 ) war nicht nur als Dichter und Komponist, sondern auch als Zeichner, Maler und Musikkritiker tätig. Mit seinem poetischen Werk ist er ein Vertreter der Hochromantik, beeinflußt durch die romantische Naturphilosophie ebenso wie durch den trivialen Schauerroman. Seine Neigung zum Unheimlich-Phantastischen ließ das Klischee vom 'Gespenster-Hoffmann' entstehen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Romane "Die Elixiere des Teufels" und "Die Lebensansichten des Kater Murr", die Märchen "Klein Zaches genannt Zinnober", "Meister Floh" und "Der goldene Topf".