Fröhliche Weihnachten

von Karl Richard Tschon
Komposition: Frank Duval
Regie: Peter M. Preissler
Produktion: Bayerischer Rundfunk 1978
52', 53', 50

Ausgerechnet am Heiligen Abend, als Privatdetektiv John McPherson einmal hofft, die Welt sei in Ordnung, erscheint die aufgeregte Marjorie Slater bei ihm. Der Grund ihrer Aufregung: ihr Verlobter Harry Roche ist seit dem Mittag wie vom Erdboden verschluckt. Mehr aus Pflichtgefühl denn aus Neigung macht sich McPherson auf die Suche; 72 Stunden später weiß er, dass der Gesuchte auf einem Tennisplatz im Regents-Park liegt - erstochen. Wo war er seit dem 24. Dezember?
Wo hat Marjorie Slaters Verlobter während der Weihnachtstage gesteckt? Detektiv-Inspektor Albert Nutting, der frühere Chef des Privatdetektivs John McPherson, tritt genauso auf der Stelle wie McPherson selbst. Allerdings gibt es einen Hauptverdächtigen, den Supermarktgeschäftsführer Randolph Wilson, der am Weihnachtsabend eine heftige Auseinandersetzung mit Roche hatte; außerdem werden am Tatort die Reifenspuren von Wilsons Auto und seine Schuhabdrücke gefunden. Eine Papierschere, die die Tatwaffe sein könnte, liegt in Wilsons Büro. Der gibt als Alibi an, zur Tatzeit am 27. Dezember mit Marjorie Slater zusammen gewesen zu sein. Oder hat er Marjorie an dem Abend mit einem Schlafmittel betäubt, um in der Zeit Harry umzubringen? Doch wie beweisen? Am 28. liefert sich der Detektiv mit Harry eine gediegene Schlägerei unter dem Tannenbaum.
Als Detektiv McPherson am Silvestertag die Verkäuferin Helen Webster vom Supermarkt abholen will, kommt sie nicht aus dem Geschäft. Auch Marjorie Slater wartet vergebens auf den Geschäftsführer Wilson. Gemeinsam finden John und Marjorie den Filialleiter in seinem Büro - mit einer Papierschere erstochen. Die Polizei nimmt an, dass Wilson Helen bedrohte und sie sich gegen ihn gewehrt hat. Eine ähnliche Szene könnte zwischen Wilson und Roche stattgefunden haben. Die entscheidende Idee zur Lösung des Falls kommt McPherson, als er abends im Kühlschrank nach etwas Essbarem sucht.

Darsteller:
Herbert Bötticher, Karyn von Ostholt, Katharina Lopinski, Reinhard Glemnitz, Günter Sauer und
Ursula Wondrak-Hübner

Karl Richard Tschon (1923-1993), lebte ab 1945 als freier Schriftsteller in München. 35 Hörspiele, vor allem Krimis, u.a. „So alt wie der Mord“ (1958), „Feuer für eine Zigarette“ (1966), „Die Mutter und der Kommissar“ (1986).